Systemelemente
Wie bei N-A-Modellen üblich werden bei FLUTER folgende Systemelemente unterschieden:
- Teileinzugsgebiete
- Gerinneabschnitte
- Sonderbauwerke
Niederschlagsbelastung
Zur Berechnung einer Langzeitsimulation (Serie) können langjährige Niederschlagszeitreihen (im MD-Format) verwendet werden. Bei der Verwendung von Modellregen können die Niederschlagsdaten menügesteuert in jedem beliebigem Intervall eingegeben werden. Die Daten werden im MD-Format abgelegt, so dass die Niederschlagsdatei kompatibel ist mit den Niederschlagsdateien wie sie in den Programmen HYSTEM-EXTRAN und KOSIM verwendet werden. Die Berücksichtigung einer ungleichmäßigen Überregnung des Projektgebietes (teilgebietsweise) ist möglich.
Abflussbildung
Zur Bestimmung der abflusswirksamen Niederschlagsanteile (Abflussbildungsprozess) kommen im Modell FLUTER zwei hydrologische Ansätze alternativ zur Anwendung.
- Das SCS-Verfahren ist weltweit am weitesten verbreitet und wird auch von DVWK zur Anwendung empfohlen.
- Das Verfahren nach Lutz wurde in der Bundesrepublik entwickelt und an einer Vielzahl von Messdaten verifiziert.
Beide Verfahren haben den großen Vorteil, dass sie zu Aussagen hinsichtlich der Abflussbildung kommen, auch wenn keine örtlichen Abflussmessungen verfügbar sind. Dies heißt jedoch nicht, dass die Parameter nicht an verfügbaren Messungen kalibrierfähig wären. Dieses gilt insbesondere für das Verfahren nach Lutz.
Soll eine zeitliche Variabilität des daraus ableitbaren mittleren Abflussbeiwertes berücksichtigt werden, so ist dies in Abhängigkeit der Regendauer und der Regenintensität nach einem Ansatz von Koehler möglich.
Abflusskonzentration
Die Abflusskonzentration wird im Modell FLUTER durch hydrologische Übertragungsfunktionen (Einheitsganglinie) realisiert. Für bebaute Einzugsgebiete wird die lineare Speicherkaskade, für natürliche Einzugsgebiete die Parallelspeicherkaskade als Systemfunktion verwendet.
Abflusstransport
Zur Berechnung der Translation sowie der Wellenverformung wird im Modell FLUTER der kinematische Wellenansatz nach Muskingum-Cunge verwendet.
Für die Modellanwendung ist lediglich die Angabe der geometrischen Verhältnisse des Vorfluters erforderlich. Standardmäßig lassen sich sowohl Kreis-, Ei-, Maul-, Rechteck-, Trapez- als auch Dopppeltrapez-Profile (mit unterschiedlichen Kst-Werten) berücksichtigen. Andere Profilformen können individuell definiert werden (Sonderprofile).
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