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Zur Berechnung der Leistungsfähigkeit eines Kanalnetzes unterstützt LANGZEIT insgesamt 7 verschiedene Berechnungs- bzw. Auswertungsverfahren gemäß DWA-Arbeitsblatt A 118 bzw. Arbeitshilfen Abwasser (AHA) 2006 (vgl. Arbeitshilfen Abwasser mit Stand vom 30.03.2007, Kapitel A-4.3). In LANGZEIT werden alle erforderlichen Dateien für die Simulation mit HYSTEM-EXTRAN vorbereitet. Nach der Simulation mit HYSTEM-EXTRAN werden die Ergebnisdateien in LANGZEIT ausgewertet.
Langzeitseriensimulation: Der Berechnung liegt das Konzept der Langzeitseriensimulation (LZS) zugrunde, wonach sich Überstauhäufigkeiten an Schächten eines Kanalnetzes durch die statistische Analyse der hydrodynamischen Berechnungsergebnisse einer Starkregenserie ermitteln lassen. Relevante Regenereignisse für den gewünschten Zeitraum werden von LANGZEIT selbst anhand von Vorgaben ermittelt. Mögliche Auswertungen der LZS sind:
- (1) einfache Auswertung: nur Maximalwerte
- (2) Auswertung gemäß ISYBAU 2001
- (3) Überstaunachweis/hydr. Zustandsklassifizierung gemäß AHA 2006
- (4) Überflutungsnachweis/hydr. Zustandsklassifizierung gemäß AHA 2006.
Einzelsimulation: Der Nachweis wird hier auf der Grundlage von Modellregen für definierte Bebauungsklassen geführt. Relevante Modellregen werden von LANGZEIT anhand von KOSTRA-Daten selbst erzeugt. Die Auswertung liefert eine Einteilung in Zustandsklassen. Mögliche Auswertungen der Einzelsimulation sind:
- (5) Überstaunachweis/hydr. Zustandsklassifizierung gemäß AHA 2006
- (6) Überflutungsnachweis/hydr. Zustandsklassifizierung gemäß AHA 2006.
Zeitbeiwertverfahren: Die Berechnung erfolgt aufgrund von ermittelten Regenspenden gemäß DWA-Arbeitsblatt A 118. Die relevanten Regenspenden ermittelt LANGZEIT selbst anhand von KOSTRA-Werten. Die Auswertung liefert eine:
- (7) Einteilung in Zustandsklassen je Haltung gemäß AHA 2006
Die mit LANGZEIT berechneten Überstauhäufigkeiten bzw. Zustandsklassen können vom itwh-Programm GIPS eingelesen und verwendet werden. In Kombination mit dem Modell FLUTER können mit LANGZEIT z.B. Maximalabflüsse von Gewässerabschnitten einer Wiederkehrzeit zugeordnet werden. Ebenso ist es möglich, die Auftretenswahrscheinlichkeit von Überlastungen an Speicherknoten (Rückhaltebecken) zu ermitteln.
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